Wieder da! 1. Die Geschichte des E3

Der BMW E3 ist das direkte Vorgängermodell der 7er-Reihe von BMW, welche 1977 erstmals als E23 vorgestellt wurde. Eine eigene, zusammenhängende Modellbezeichnung gab es für die Fahrzeuge der Baureihe E3 noch nicht, es wird lediglich der Hubraum als Modellbezeichnung angegeben. 

Bereits früh nach Amerika exportiert, bürgerte sich dort der Name "Bavaria" ein. Der BMW E3 wird in folgende Grundmodelle unterteilt:  

  • BMW 2500 (Hubraumangabe in cm³)
  • BMW 2800 (ab 1973 BMW 2,8)
  • BMW 3,0 (Hubraumangabe in Litern)
  • BMW 3,3  

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Im Laufe der Bauzeit wurden die reinen Hubraumangaben durch nachgestellte Buchstaben ergänzt (S, Si, L, Li).

BMW hatte gegen Ende der 1960er Jahre die wirtschaftlichen Probleme überwunden und wollte mit der Baureihe E3 erstmals das PKW-Programm mit einer Oberklasselimousine nach oben ergänzen. 

Das Fahrzeug hat eine geradlinige, eher sportlich anmutende Karosserie. Die neu eingeführten Doppelscheinwerfer wurden später in allen neu erscheinenden Modellen von BMW übernommen und gelten seit Jahrzehnten und über viele Modellreihen hinweg als Erkennungszeichen für BMW-Fahrzeuge. Die Reihensechszylinder-Motoren des Typs M30 wurden mit regelmäßigen, kleinen Änderungen in späteren Modellen verwendet und genießen auch in der Fachpresse einen guten Ruf. Eine eher sportliche Abstimmung des Fahrwerks unterscheidet den BMW E3 von üblichen Oberklassefahrzeugen seiner Zeit. 

Die Fahrleistungen sind aufgrund der im Vergleich zur Konkurrenz etwas kompakteren Karosserie und dem daraus resultierenden Gewichtsvorteil sehr gut.

  • 1968 wurde der BMW E3 zunächst als BMW 2500 und BMW 2800 (später BMW 2,8) vorgestellt.
  • 1971 folgte zusätzlich der BMW 3,0S mit erweitertem Hubraum und einer gesteigerten Motorleistung. Diese Vergaser-Version wurde später durch den BMW 3,0Si mit Benzineinspritzung ergänzt.
  • 1973 wurde eine neue Karosserievariante  (L-Version) mit einem um 100 mm verlängerten  Radstand vorgestellt, gleichzeitig wurde der Fahrzeuginnenraum hochwertiger ausgestattet.Die verlängerte Version war unter den Modellbezeichnungen BMW 2,8L und BMW 3,0L erhältlich. Zur selben Zeit wurde auch - nur für die Langversion - eine neue Motorvariante mit mehr Hubraum eingeführt, der BMW 3,3L, später mit Benzineinspritzung und etwas reduziertem Hubraum, jedoch deutlich reduziertem Verbrauch als BMW 3,3Li, der gegenüber dem BMW 3,0Si keine Mehrleistung, jedoch einen anderen Drehmomentverlauf bietet. 1977 wurde die Produktion eingestellt.

 

2. Meine eigene E 3 Geschichte

Meine persönliche Beziehung zum BMW E 3 beginnt 1973, als sich mein Vater einen fjordblau-metallic-farbenen BMW 2500 damals neu kauft. Sein Vorgänger war übrigens ein Mercedes /8 220 D.
Mich beeindruckte der BMW als damals 5-jähriger Junge sehr und ich war nicht gerade glücklich, als der BMW 1977 einem Mercedes W 123 wich...
Es folgten bei meinen Eltern viele Mercedes, die später bei meinem Auto-Hobby auch noch eine Rolle spielen werden. Ein BMW kam jedoch leider nie wieder ins Haus.

 

1986, mein erstes Auto, immerhin ein BMW 316 (E21), aber bis zum E 3 soll es noch lange dauern. Abitur, Bundeswehr und Studium lassen schon rein finanziell keine grössere Beschäftigung mit diesem Thema zu.

 

1988, der 2. BMW E 21, ein 315, begleitet mich bis 1993. Lief immer hervorragend, man war mit 75 PS allerdings nicht der schnellste...

 

1993 kommt der nächste Wechsel, ein 324 d, den ich bis 1997 fast 100000km fahre. In dieser Zeit beende ich mein Studium und verdiene mein erstes eigenes Geld.

 

1996 lese ich eher zufällig in einer Annonce "BMW 3.0 L, blaumetallic, 130000km, 2900.-" und denke mir: "Fahr doch mal hin und mach' eine Probefahrt, schliesslich bist Du so ein Auto noch nie gefahren". 2 Stunden später gehörte er mir: ein typischer Spontankauf.

In Wirklichkeit war der 3.0 ein 2.8 L, wurde 1997 restauriert und in den folgenden Jahren optimiert (5-Gang-Getriebe, Alpina-Räder, Lederausstattung, Telefon etc.). Ende 2000 verkaufte ich den Wagen nach Madeira, wo er heute noch fährt.

Bereits Ende 1999 kaufte ich den fjordblauen 2500, den ich bis heute habe. Er ist unrestauriert, hat kaum Ausstattung, dafür aber sehr viel Ausstrahlung: er ist der optische Zwilling des BMW's meiner Eltern, inklusive des Kennzeichens und vieler kleiner Details, die ich dank Ebay zusammentragen konnte.

 

Natürlich laufen E 3's nicht im Alltag. Dafür hatte ich von 1997 bis 1999 einen E 32er BMW 735i. Ein für damalige Verhältnisse perfektes Auto, welches mich mit grossem Stolz erfüllte...

 

Aber man kriegt ja nie genug, und so wurde der E 32 im Sommer '99 gegen einen 730i E38 gewechselt. Für mich der bis heute schönste BMW, leider war mein Exemplar dann trotz bester Wartung und Pflege bis 2002 so rostig geworden und verlör Öl aus allen nur erdenklichen Öffnungen, dass er gehen musste.

Man sollte meinen, jetzt käme dann ein E 60 dran. Wirklich? Ab hier beginnt die Bangle-Ära! Für mich hiess das, der nächste BMW ist eben kein BMW...